Frühjahrsmüdigkeit – Woher kommt sie und was kann man dagegen tun

Die Tage werden länger, es wird zunehmend wärmer und die Natur erwacht zum neuen Leben. Dennoch leiden viele Meschen unter Frühjahrsmüdigkeit. Das Phänomen wird durch den Klimawechsel verursacht, der unseren Körper aus dem Gleichgewicht bringt. Wir fühlen uns müde, schlapp und leiden unter Kopfschmerzen und Schwindel.

Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Durch den Klimawechsel gerät unser Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Verantwortlich dafür sind in erster Linie das „Glückshormon“ Serotonin und das Schlafhormon“ Melatonin. Serotonin ist für die Aktivierung des Körpers und für gute Stimmung verantwortlich, wohingegen Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und die Körpertemperatur, den Stoffwechsel und den Blutdruck reguliert. Nach den langen Wintermonaten ist die Melatonin-Konzentration im Blut besonders hoch. Der Körper braucht etwa zwei bis drei Wochen, bis sich der Hormonspiegel normalisiert. Wenn das Wetter verrücktspielt und es zu mehreren Warm-Kalt-Perioden kommt, kann die Frühjahrsmüdigkeit auch länger andauern.

Übrigens wetterfühlige Menschen und Menschen mit einem eher niedrigen Blutdruck sind öfter von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Dazu gehören vor allem Frauen. Auch ältere Menschen klagen öfter über Frühjahrsmüdigkeit.  

Was kann man dagegen tun?

Es gibt eine einfache Regel. Statt sich der Müdigkeit hinzugeben, muss man aktiv werden und den Stoffwechsel ankurbeln. Denn Aktivität, Bewegung und Tageslicht fördern die Bildung des Glückshormons Serotonin. Gehen Sie also raus, wann immer es Ihnen möglich ist, bewegen Sie sich dabei und tanken sie Sonnenlicht. Lassen Sie dabei gerne auch mal die Sonnenbrille in der Tasche und lassen das Sonnenlicht durch die Netzhaut der Augen aufnehmen, das fördert zusätzlich die Herstellung von Serotonin. Denken Sie auch daran, ausreichend zu trinken (1,5-2 Liter am Tag), denn das beugt Müdigkeit und Konzentrationsstörungen vor. Und essen Sie frisches Obst und Gemüse. Damit unterstützen Sie zusätzlich Ihren Stoffwechsel. Wechselduschen und Saunabesuche trainieren die Blutgefäße und stärken das Immunsystem, den Kreislauf und die Wärmeregulierung. Übrigens auch wenn Sie müde sind, auf einen Mittagsschlaf sollten Sie in dieser Zeit verzichten, denn der fördert die Bildung von Melatonin und verbraucht gleichzeitig Serotonin.