Pflegegrad 2

Der Pflegegrad 2 ist 2017 aus den Pflegestufen 0 und 1 entstanden. Personen mit Pflegebedürftigkeit, die diesen Pflegegrad haben, benötigen Hilfe von pflegenden Angehörigen oder Pflegekräften, um ihren Alltag zu bewältigen. Bei Personen, die in diesem Pflegegrad sind, ist bereits eine erhebliche Einschränkung ihrer Selbstständigkeit im Alltag vorhanden. 

Der Pflegegrad 2 entsteht aus der Pflegestufe

Personen, die früher in der Pflegestufe 0 oder 1 waren, sind mit der Pflegereform aus dem Jahr 2017 in den Pflegegrad 2 gerückt. Grundlage dieser Reform war, dass die Pflegegrade nicht mehr wie zuvor nach der zeitlichem Aufwand der Pflegepersonen eingestuft werden, sondern dass die Schwere der Beeinträchtigung maßgebend ist.

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Wie wird der Pflegegrad ermittelt?

Die Einstufung erfolgt durch einen Mitarbeiter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung. Er beurteilt die Situation der pflegebedürftigen Person und vergibt Punkte in den unten aufgeführten sechs Kategorien. Werden hierbei zwischen 27 und 47,5 Punkten erreicht, erfolgt die Einstufung in Pflegegrad 2.

Mobilität

Ist die Person in einfachen Handlungen im Alltag eingeschränkt oder kann sie sich selbstständig oder überwiegend selbstständig fortbewegen?

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Dieser Bereich bewertet die Orientierung und die Gedächtnisleistung. Zusätzlich wird die Entscheidungsfindung im Alltag getestet und die Fähigkeit, Personen aus dem nahen Umfeld zu erkennen.

Verhalten und psychische Problemlagen

Hier bewertet der MDK ob es verhaltensbedingen Auffälligkeiten gibt. Werden Gegenstände beschädigt? Leidet die Person unter nächtlicher Unruhe oder Angstzuständen? Gibt es motorische Auffälligkeiten?

Selbstversorgung

In diesem Bereich werden alltägliche Handlungen, wie etwa An- und Ausziehen, die tägliche Pflege oder die Fähigkeit von Zubereiten von Mahlzeiten bewertet.

Umgang mit Belastungen und Anforderungen einer Krankheit

Ist die Person im Krankheitsfall in der Lage dich selbstständig zu versorgen? Wichtige Punkte sind hier die Fähigkeit selbstständig Medikamente einnehmen zu können, die Verabreichung von Injektionen oder auch das Messen von Blutzucker.

Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Kann die Person selbstständig aktiv mit ihrem sozialen Umfeld interagieren und ist sie in der Lage eine eigenständige Freizeitgestaltung auf die Beine zu stellen?

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Pflege

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  • Pflege
  • Pflegegrad
  • Einstufung, Höherstufung
  • Widerspruch bei Ablehnung
  • Leben im Alter

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