Was tun, wenn das Fingerspitzengefühl nachlässt?

Für den Tastsinn existieren, anders als beim Sehen und Hören, noch keine technischen Hilfsmittel, die den Verlust ausgleichen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Tastsinn länger fit zu halten. Um die Sensoren in den Händen zu trainieren, eignen sich beispielsweise Geschicklichkeitsübungen. Dazu gehören auch Handarbeiten wie Nähen oder Basteln. Das Schreiben von Briefen mit der Hand kann sich ebenfalls positiv auf den Tastsinn auswirken. Die sensomotorischen Fähigkeiten der Finger lassen sich gut mit speziellen Knet- und Greifbällen fördern. Auch sogenannter Therapiesand, der sich beliebig formen lässt, kann hilfreich sein. Wer insbesondere die Feinfühligkeit seiner Hände trainieren möchte, kann versuchen, verschiedene Gegenstände und Oberflächen ganz bewusst mit geschlossenen Augen zu ertasten.

Trainieren Sie Ihre Sohlen!

Die sensiblen Tastsinneszellen an den Füßen lassen sich besonders gut beim Barfußgehen trainieren, da die Sinneseindrücke an den Fußsohlen ohne störendes Schuhwerk intensiver wahrgenommen werden. Wer gut zu Fuß ist, kann auf mancherorts angelegten „Barfußpfaden“ ganz unterschiedliche Bodenmaterialien wie Lehm, Sand, Kiesel oder Rindenmulch ertasten.

Ein Neurologe kann helfen

Bei abnehmendem Feingefühl in den Fingern oder einer Verschlechterung der sensomotorischen Fähigkeiten sollte aber in jedem Fall ein Neurologe aufgesucht werden, um mögliche andere Ursachen oder geeignete Therapiemaßnahmen abzuklären.

Trotz der Veränderungen des Tastsinns im Alter ist das Fühlen der Sinnesbereich, der selbst bei demenzkranken Menschen am besten erhalten bleibt. Über die Anregung der Körperwahrnehmung durch bestimmte Reize können andere Sinne sogar unter Umständen wieder aktiviert und das Gefühl für den eigenen Körper gefördert werden. Berührungen und andere äußere Reize über den Tastsinn zu spüren, bleibt also auch im Alter eine wichtige Lebenserfahrung.

Psychiatrischen Zentrum Nordbaden

Im Gerontopsychiatrischen Zentrum am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch werden Patienten mit psychischen Störungen ab dem 65. Lebensjahr behandelt. Das Team unter der Leitung von Chefarzt Jochen Gebhardt und Pflegedienstleiterin Sabine Said legt großen Wert darauf, die Selbständigkeit ihrer Patienten so weit als möglich zu erhalten und zu fördern.

Weitere Informationen unter:
http://www.pzn-wiesloch.de