Was kann man gegen eine Herbstdepression tun?

Die Tage werden allmählich kürzer, die Blätter fallen langsam von den Bäumen und das Jahr neigt sich dem Ende. Viele Menschen reagieren verstimmt auf den Wechsel der Jahreszeiten. Wir zeigen Ihnen, was Sie gegen eine Herbstdepression tun können.

Was ist eine Herbstdepression?

Spricht man von einer Herbstdepression, dann ist damit eine „Saisonal Abhängige Depression“ (SAD) gemeint, also eine Depression, die sich auf eine Jahreszeit oder kurze Phase des Jahresrhythmus bezieht. Im Gegenteil zur herkömmlichen Depression treten bei einer SAD untypische Symptome wie verlängerter Schlaf und großer Appetit auf.

Von einer medizinisch anerkannten Herbstdepression spricht man erst, wenn eine betroffene Person seit mindestens 2 Jahren am Stück nur zur entsprechenden Jahreszeit erkrankt. Falls über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen Symptome wie Antriebslosigkeit, Freud- und Interessenlosigkeit auftreten, sollten Betroffene hellhörig werden und einen Arzt aufsuchen. Auch körperliche Beschwerden wie Magen- und Rückenschmerzen können ein Anzeichen für eine Depression sein.

Die Herbstdepression ist keine neue Erkrankung, die zu unserer heutigen Zeit erst aufkam und von vielen als Modererscheinung verschrien wird. Im Gegenteil: erstmals wurde eine Saisonal Abhängige Depression bereits in der Antike von den beiden Griechen Hippokrates und Aretaios erkannt. Sie beschrieben die gängigen Symptome der Stimmungs- und Antriebslosigkeit und sogar eine Veränderung von Organfunktionen zu den wechselnden Jahreszeiten.

Wege aus der Herbstdepression

Am besten lässt sich eine Herbstdepression durch viel Licht und frische Luft bekämpfen. Denn dadurch erhöht sich wieder der Serotoninanteil im Körper, welcher stimmungsaufhellend wirken kann. Unter Experten wird diese Vorgehensweise auch als Lichttherapie bezeichnet. Bei extremeren Fällen wird Betroffenen allerdings auch zur Medikamentenbehandlung geraten. Menschen, die schlicht unter einem Stimmungstief im Herbst leiden, können mit einfachen Dingen durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft hilft bereits sehr deutlich. Wenn es geht, nutzen Sie jede freie Minute in der Sonne. Zusätzlich können Sie sich eine Tageslichtlampe mit UV-B-Strahlung anschaffen. Diese sogenannte Lichttherapie ist vor allem in Skandinavien verbreitet, wo es deutlich dunkler ist als hier. Durch diese Form von Bestrahlung wird der Körper zur Ausschüttung von Serotonin, dem „Glückshormon“, angeregt.

Darüber hinaus sollten Sie vor allem im Herbst auf die richtige Ernährung achten, um eine mögliche Depression zu vermeiden oder zu überwinden. Würzen Sie mit Chili! Es enthält das natürliche Alkaloid Capsaicin (CPS), das durch seine Schärfe schnell Endorphine im Körper freisetzt. Ebenso hilft Magnesium dabei, eine depressive Stimmung einzudämmen: Der Mineralstoff ist an zahlreichen Stoffwechselreaktionen beteiligt, beispielsweise an der Bildung von Serotonin. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, in der dunklen Jahreszeit verstärkt auf Nahrungsmittel mit hohem Magnesiumanteil zu setzen. Dazu gehören beispielsweise Bananen, Nüsse oder Linsen.

Wenn Vitamin D fehlt…

Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde leiden viele Deutsche in der dunklen Jahreszeit unter einem Stimmungstief. Zu den Hauptursachen für die depressive Stimmung zählt vor allem die mangelnde Tageslichtzufuhr. Viele kennen es: Man verlässt die Wohnung morgens im Dunklen und kehrt erst nach Sonnenuntergang von der Arbeit zurück. Der Körper kann somit kaum Sonnenlicht tanken. Dieser Mangel hemmt wiederum die Produktion von Endorphin, dem besagten Glückshormon. Eine weitere Folge ist ein nicht zu unterschätzender Vitamin-D-Mangel. Je weniger UV-B-Strahlen auf die Haut fallen, desto weniger Vitamin D wird produziert. Der menschliche Körper muss etwa 80 Prozent des wertvollen Vitamins selbst in der Haut bilden – nur zwischen 10-20 Prozent des benötigten Bedarfs kann über die Ernährung aufgenommen werden. Die Folgen des Vitaminmangels sind Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und schlechte Stimmung. Auch hier gilt: Nutzen Sie jede Gelegenheit, um an der frischen Luft und in der Sonne zu sein.

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