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Was ist Trauerarbeit?

Wenn ein Angehöriger oder ein enger Freund verstirbt, sind die Hinterbliebenen häufig emotional überfordert. Viele Menschen empfinden starke Trauer, wenn sie einen Todesfall verkraften müssen. In den meisten Fällen wird die Trauer im Laufe der Zeit verarbeitet, die belastenden Gefühle werden immer schwächer. Manche Menschen benötigen jedoch besondere Hilfe bei der Trauerarbeit, da die Trauer ihr Leben über einen langen Zeitraum stark beeinträchtigt und die Emotionen nicht schwächer werden. Für diese Menschen stehen verschiedene Möglichkeiten der aktiven Trauerarbeit zur Verfügung.

Maßnahmen zur Trauerbewältigung

Jeder Mensch trauert anders und alle Menschen brauchen unterschiedlich viel Zeit, um einen Verlust zu verarbeiten. Wichtig ist, dass Sie die Trauer uneingeschränkt zulassen. Machen Sie sich bewusst, dass Trauern ein notwendiger Heilungsprozess für die Seele ist. Es ist gesund und sollte nicht unterdrückt werden. Denn wenn Sie Ihre Emotionen deckeln, unterdrücken Sie auch den Heilungsprozess. Lassen Sie negative Gefühle wie Schmerz und Verzweiflung zu und schämen Sie sich nicht, Ihre Trauer zu zeigen. Tränen reinigen die Seele und können Sie von großen Belastungen befreien. Nehmen Sie an der Bestattung teil und nutzen Sie die Trauerfeier zum Abschied. So schmerzhaft es ist, einen geliebten Menschen unter die Erde zu bringen, so wichtig ist es für die Trauerbewältigung: Es hilft, den Tod zu begreifen und zu verarbeiten.

Trauer im Alltag

Unmittelbar nach dem Sterbefall bleibt den Hinterbliebenen kaum Zeit, sich mit der eigenen Trauer zu beschäftigen. An erster Stelle stehen die Organisation der Bestattung und die Erledigung einer Reihe an Formalitäten, die keinen Aufschub dulden.

Dennoch muss im Alltag Platz für die Trauer sein. Der Abschied von einem Familienmitglied oder einem engen Freund ist nicht einfach. Offene Gespräche mit vertrauten Personen können bei der Trauerarbeit helfen. Die Trauer muss in dem veränderten Alltag einen Platz finden. Sie darf nicht unterdrückt werden, um die Verarbeitung der Trauer nicht zu verhindern.

Trauerarbeit durch die Hinterbliebenen

In den meisten Fällen ist bei der Verarbeitung eines Todesfalls keine professionelle Hilfe nötig. Die Bewältigung der Trauer verläuft in bestimmten Phasen. Angehörige können sich in dieser Zeit jedoch selbst aktiv der Trauerarbeit widmen, um den Verarbeitungsprozess zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, eigene Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln. Einige Trauernde möchten für sich sein und allein die Trauer verarbeiten. Meist helfen jedoch Gespräche und das Gefühl von Nähe zu Verwandten und Freunden. Trauernde sollten ihre Wünsche klar äußern und Angehörige und Freunde um Hilfe bitten. In der Regel ist das persönliche Umfeld dankbar dafür, wenn ein Trauernder Hilfe sucht, denn oft besteht der Wunsch, geliebten Menschen, denen es nicht gut geht, aktiv helfen zu können.

Trauerarbeit mit professioneller Unterstützung

Manchmal hinterlässt der Tod eines Menschen eine tiefe Leere. Es ist normal, dass ein Todesfall in den ersten Wochen und Monaten eine starke Beeinträchtigung des Alltags darstellt. Diese Zeit sollten Hinterbliebene nutzen, um den Tod zu realisieren und aktiv durch Gespräche zu verarbeiten. Wenn die Trauer jedoch selbst nach vielen Monaten nicht schwächer wird und ein normales Leben nicht mehr möglich ist, sollte professionelle Hilfe gesucht werden. Es gibt verschiedene Hilfsangebote für Trauernde. Spezialisierte Psychologen und professionelle Trauerbegleiter bieten ihre Unterstützung an. Dabei stehen Gesprächstherapien im Vordergrund, die dabei helfen, eigene Gefühle zuzulassen und zu verarbeiten. Eine solche Therapie dauert meist mehrere Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Die Dauer ist vom Erfolg der Therapie abhängig.

Bei Fragen und Unklarheiten rufen Sie unseren SenioBerater an! Wir helfen Ihnen gerne und unterstützen Sie in allen Lebenslagen:

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