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Streicheleinheiten für die Seele: Handgemachte Naturseifen

Die Haut ist nicht nur unser größtes Sinnesorgan, sondern auch unser bester Schutz. Für Menschen jeden Alters, egal ob gesund oder pflegebedürftig, ist es deshalb wichtig, bei der Reinigung und Pflege achtsam mit ihrer Haut umzugehen. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Geruch der Haut. Wer angenehm duftet, wird von anderen Menschen grundsätzlich sympathischer empfunden.

Seifen und Öle nach alter Rezeptur

Handgemachte Seifen und Pflegeöle, die nach alter Rezeptur mit hochwertigen ätherischen Ölen und Pflegesubstanzen gesiedet werden, erfreuen sich seit einigen Jahren wieder zunehmender Beliebtheit bei Jung und Alt. Sie riechen angenehm, mitunter sogar betörend und sind, je nach Zusammensetzung, eine Wohltat für unterschiedlichste Hauttypen.

Bereits zu Omas Zeiten gab es edle Seifen mit klassischen Duftnoten wie Lavendel oder Rose. Anders als früher verströmen die bunten Naturseifen, die heute in den Regalen der Anbieter hochwertiger Seifen liegen, sinnliche Wohlgerüche in schier unendlicher Vielfalt: Kiwi, Wassermelone und Kirsch­Amaretto gehören ebenso zum Duftreigen der meist in Handarbeit gefertigten Seifen wie ein Hauch von Meeresbrise oder die Anmutung von französischem Jasmin oder Zitronengras.

Mal feuchtigkeitsspendend, mal beruhigend

Das Kreieren eines ansprechenden Seifenduftes ist aufwendig. „Oft sind die Seifensieder in der Manufaktur über zwei bis drei Monate hinweg am Probieren, um einen Duft genau zu treffen“, weiß Eduard Yurist, der Wellness­Läden in ganz Deutschland mit handgemachten Seifen und Hautpflegeprodukten aus der Rigaer Seifenmanufaktur beliefert und in Hamburg einen eigenen Laden betreibt. In der traditionsreichen Manufaktur in der lettischen Hauptstadt mischen erfahrene Seifensieder ätherische Öle in immer neuen Varianten und fügen sie nebst pflegenden Substanzen dem geschmolzenen Glyzerin, Hauptbestandteil aller Seifen, bei. Aus Lavendel, Kamille, Ringelblume und anderen getrocknete Kräutern oder Blumen entstehen bei der traditionellen Seifenproduktion natürliche Aufgüsse mit unterschiedlichsten Wirkungen: mal feuchtigkeitsspendend, mal beruhigend, erfrischend oder entspannend.

Während ältere Menschen mehr Wert auf diese therapeutischen Effekte legen, kommen bei jungen Seifenfans trendige Kombinationen wie etwa die Erdbeerseife mit Ziegenmilch besonders gut an. Auch die sogenannten Luffa­Seifen, bei denen ein Badeschwamm in die Seifenbasis eingeschmolzen ist, werden gerne von jüngeren Kunden nachgefragt.

Verträglichkeit und Herstellung

Bisweilen verwenden Menschen keine Seife aus Furcht, diese würden die Haut austrocknen. Nicht so bei den Naturseifen. Sie sind mit den konventionell hergestellten Seifen nicht zu vergleichen und werden ausschließlich aus pflanzlichen Ölen und Fetten hergestellt. Tierischen Fette, Mineralöle und synthetische Konservierungsstoffe sind tabu! Durch Hinzugabe von ätherischen Ölen, Kräutern und Blüten, rückfettenden Öle z.B. Mandelöl oder auch Sheabutter und viele andere hochwertige Öle werden die Seifen zum wahren Luxusprodukt. Im schonenden Kaltrührverfahren werden Öle in einem bestimmten Verhältnis mit der Lauge verrührt. Nach langem, geduldigen Rühren, beginnt der Prozess der Verseifung. In Naturseifen bleibt das Glycerin bewusst enthalten. Deshalb haben die Seifen eine Reifungszeit von mindestens 4 Wochen, längere Lagerung verbessert die Schaumbildung und macht die Seife hart. Sie dürfen also mit guten Gewissen, die Seifen eine Weile lagern, in den Schrank legen und sich am Duft erfreuen. Ihre Haut freut sich!