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Schutzmasken – was bringen sie und wovor schützen sie?

Ab dem 27. April gilt deutschlandweit eine Maskenpflicht. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurde diese Maßnahme immer wieder diskutiert; die unterschiedlichsten Aussagen kursieren durchs Internet. SenioHilfe hat für Sie alles Wichtige über Schutzmasken zusammengestellt.

 

Was ist der Mund-Nasen-Schutz (MNS)?

Die bekanntesten Schutzmasken sind locker sitzende Mund-Nasen-Schutzmasken. Sie werden auch OP-Masken, Chirurgische Masken oder Hygienemasken genannt und verhindern, dass Personen ihr Umfeld mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminieren. Da Mund-Nasen-Schutzmasken nicht fest anliegen, lässt es sich damit relativ einfach atmen.

Der Mund-Nasen-Schutz ist ein Hilfsmittel in der Medizin, um die Übertragung von Krankheitserregern durch Sekrettröpfchen zu reduzieren. Es handelt sich dabei um eine medizinische Maske aus einer oder mehreren Papier- bzw. Vliesschichten, die mit Binde- oder Gummibändern am Hinterkopf oder hinter den Ohren fixiert wird. Mit einem integrierten flexiblen Metallbügel in der Mitte des oberen Randes wird sie an den Nasenrücken gedrückt, um das Gesichtsfeld frei zu halten und den Atemluftaustritt nach oben einzuschränken. Wichtig: Der Mund-Nasen-Schutz schützt nicht den Träger, sondern das Umfeld!

Was sind FFP2 und FFP3 Masken?

Dicht anliegende FFP-Masken schützen den Träger selbst vor Viren. Diese Atemschutzmasken filtern auch kleinste Partikel und Tröpfchen zuverlässig aus der Luft. Masken mit Ausatemventil bieten höheren Tragekomfort. Masken ohne Ausatemventil verhindern zusätzlich, dass der Maskenträger sein Umfeld mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminiert. FFP-Masken gibt es in verschiedenen Schutzstufen.

Wie lange eine FFP-Maske getragen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Laut Atemschutz-Norm EN 149 darf eine Maske über eine 8-Stunden Schicht hinweg verwendet werden. Die Norm sieht jedoch auch wiederverwendbare FFP-Masken vor, deren Dichtlippe gereinigt und desinfiziert werden kann. Diese Masken sind mit „R“ für „reusable“ gekennzeichnet.

Beim Einsatz gegen das Coronavirus ist die Wiederverwendbarkeit aufgrund des hohen Gefahrenpotentials nicht eindeutig geklärt. Wie auch andere Gegenstände und Oberflächen kann die Innenseite der Atemschutzmaske beim Ab- und Wiederaufsetzen mit Viren kontaminiert werden. Durch geeignete Maßnahmen kann dies verhindert werden.

Sowohl FFP-Masken als auch Mund-Nasen-Schutzmasken sind ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung zum Schutz vor Coronaviren. Atemschutzmasken ersetzen andere wichtige Maßnahmen wie z.B. Handhygiene oder Abstandhalten nicht, sondern ergänzen diese. Atemschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist besonders für Menschen wichtig, die als medizinisches Personal oder Helfer in direktem Kontakt mit potentiell Infizierten stehen oder selbst zu einer Risikogruppe gehören.

Wie können Stoffmasken helfen?

Bei textilen Masken handelt es sich nicht um Medizinprodukte im Sinne des Medizinprodukterechts. Diese unterliegen normalerweise einer europäischen Normierung. Die meisten Schnittmuster, die nun kursieren, sehen nur zwei Schichten vor und weisen keine spezielle Filterschicht auf. Mit dem Tragen einer Stoffmaske schützen Sie ihr Umfeld, nicht sich selbst. Je mehr Menschen sich aber an die Maskenpflicht halten, umso wirkungsvoller ist die Maßnahme.

Bitte beachten Sie in Haushalten aber, dass jeder seine eigene Maske hat und dass diese vorsichtig an- und ausgezogen werden, indem sie vor allem vermeiden, mit den Fingern die Außenschicht zu berühren. Am besten ist es, wenn Sie davor und danach gründlich die Hände waschen.

Um die Stoffmasken zu reinigen und zu sterilisieren, empfiehlt es sich, die Masken in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad zu waschen oder im vorgeheizten Backofen bei 80 Grad mindestens 30 Minuten zu trocknen. Bügeln ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, denn das Bügeleisen erreicht sehr hohe Temperaturen. Alternativ können Sie die Maske mehrere Minuten in einem Topf auskochen oder in der Mikrowelle mit der Außenseite nach unten auf zwei Gefäßen mit jeweils 50 Milliliter lauwarmem Leitungswasser bei 750 Watt zwei Minuten lang erhitzen.

Wichtig: Eine Maske, welche einen Metall Drahtbügel integriert hat, dürfen Sie auf keinen Fall in der Mikrowelle sterilisieren, da der Bügel Feuer fangen könnte.

Empfehlungen

Falls Sie noch Stoffmasken für die kommende Zeit benötigen, können Sie diese in unserem Shop käuflich erwerben. 

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