Schlaganfall Symptome erkennen und Folgen minimieren

Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Jeder fünfte Schlaganfall-Patient stirbt innerhalb von vier Wochen und bei jedem zweiten kommt es zu schwerwiegenden Schädigungen des Gehirns, was letztendlich zu einer Pflegebedürftigkeit führt. Je früher ein Schlaganfall erkannt wird, desto geringer sind die Schädigungen des Gehirns und die damit verbundenen späteren Beeinträchtigungen. Lernen Sie Schlaganfall Symptome zu erkennen.

Was ist ein Schlaganfall?

Unter Schlaganfall versteht man eine plötzlich auftretende Schädigung des Gehirns als Folge einer Störung der Durchblutung. Diese Störung kann zwei Ursachen haben. Bei dem ischämischen Schlaganfall wird ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Bei dem hämorrhagischen Schlaganfall platzt ein Gefäß im Gehirn und der Bluterguss drückt auf das Hirngewebe. In beiden Fällen werden die Nervenzellen des Gehirns nicht genügend mit Sauerstoff versorgt und sterben in wenigen Stunden ab. Die Fähigkeiten, die in dieser Gehirnregion angesiedelt sind, fallen infolge aus. Je stärker ein Schlaganfall ist und je später medizinische Hilfe geleistet wird, desto stärker sind die Regionen betroffen.

Schlaganfall Symptome erkennen

Jede Minute zählt! Um schwerwiegenden Beeinträchtigungen nach einem Schlaganfall zu vermeiden, ist es wichtig, einen Schlaganfall so schnell, wie möglich zu erkennen. Die häufigsten Schlaganfall Symptome sind Sehstörungen, Sprach- und Verständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel und Gangunsicherheit sowie sehr starke Kopfschmerzen.

Mit dem sogenannten FAST-Test kann man innerhalb kürzester Zeit erkennen, ob möglicherweise ein Schlaganfall vorliegt. Der Test stammt aus dem englischsprachigen Raum und gibt mit Hilfe der Anfangsbuchstaben eine Anleitung an, wie man einen Schlaganfall-Verdachtsfall einfach und schnell überprüfen kann. 

  • F steht für FACE, also das Gesicht: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet es auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • A steht für ARMS, also Arme: Bitten Sie die Person, die Arme gleichzeitig nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Hat die Person dabei Probleme, liegt vermutlich eine Lähmung vor.
  • S steht für SPEECH, also Sprache: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  • T steht für TIME, also Zeit: Wenn eine oder mehrere Handlungen nicht möglich sind, zögern Sie nicht und wählen Sie die 112. Je schneller die Person eine medizinische Hilfe erhält, desto geringer sind die Folgeschäden.

Vorboten eines Schlaganfalls

Es muss erst gar nicht zu einem Schlaganfall kommen, denn ein Schlaganfall kündigt sich oft an. Bei jedem dritten Patienten tritt vor dem „echten“ Schlaganfall eine sogenannte transitorische ischämische Attacke (TIA) auf, eine vorübergehende Minderdurchblutung im Gehirn. Umgangssprachlich wird eine TIA auch als „kleiner Schlaganfall“ oder „leichter Schlaganfall“ bezeichnet. Die Anzeichen ähneln denen eines Schlaganfalls, also plötzliches Taubheitsgefühl oder Lähmung einer Körperhälfte, sowie Sprach- und Sehstörungen. Sie verschwinden aber nach wenigen Minuten, spätestens nach 24 Stunden.

Diese Vorboten sollte man sehr ernst nehmen und umgehend einen Arzt konsultieren. Mit geeigneten Maßnahmen, zum Beispiel der Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten kann das Risiko eines Schlaganfalls deutlich gesenkt werden.

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Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Es gibt verschiedene Faktoren, die einen Schlaganfall begünstigen. Manche lassen sich nicht beeinflussen. Dazu zählen das Alter und die genetische Veranlagung. Mit höherem Alter steigt das Risiko eines Schlaganfalls. Daneben gibt es aber auch Risikofaktoren, die man gezielt reduzieren kann. Dazu zählt Bluthochdruck, der zur Artriosklerose, also Gefäßverkalkung führt, die wiederum den Schlaganfall begünstigt. Auch Rauchen führt zu einer Gefäßverkalkung und dazu noch zu einer Fettstoffwechselstörung, beides Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Weitere Risikofaktoren sind übermäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel, Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Aura-Migräne und Einnahme von Hormonpräparaten für Frauen.

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