Hausmittel gegen Husten

In vielen Fällen erweisen sich Hausmittel gegen produktiven Husten als sehr wirksam. Wir stellen vier Heilpflanzen vor.

  • Warme Tees mit Spitzwegerich, Fenchel oder Kamille (auch als Dampfbad zu empfehlen) erleichtern das Abhusten.
  • Die Schleimhaut schützen beispielsweise Spitzwegerich oder Huflattich als Lutschtablette, Sirup oder Hustensaft.
  • Die Bronchien erweitern Inhalationen mit den ätherischen Ölen von Eukalyptus, Thymian, Anis oder Emser Salz.
  • Ein altes Hausmittel: Der Sud von Weißkohl, Kopfsalat, Raps und/oder Sellerie lindert ebenfalls den Husten. Dafür das Gemüse 10 bis 20 Minuten kochen lassen und vor dem Schlafengehen 1 Glas lauwarmen Sud trinken.

Heilpflanzen gegen Husten

Es gibt eine ganze Reihe von Heilpflanzen, die sich bei Husten und Atemwegsentzündungen bewährt haben. Einige erleichtern das Abhusten oder dämpfen den Hustenreiz. Andere fördern die Immunabwehr. Diese Wirkungen müssen nicht zwangsläufig durch unabhängige wissenschaftliche Studien belegt sein. Der Nachweis der Wirkung beruht zuweilen mehr auf den Erfahrungen, die viele Patienten und Ärzte gemacht haben. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier Heilpflanzen gegen Bronchitis im Steckbrief vor.  

Pelargonium

Pelargonium aktiviert das Immunsystem, bekämpft Krankheitserreger und beugt Erkältungen vor. Es soll den Husten lindern und schleimlösend wirken. Eingesetzt wird es zur Behandlung von akuter Bronchitis.
  • für die unterstützende Behandlung vorzusehen
  • nicht gemeinsam mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten und bei erhöhter Blutungsneigung anwenden
  • Anwendungsgebiet: Erkältungen mit Husten oder Hustenreiz, akute Bronchitis.

Kampferbaum

  • löst Bronchialsekrete, regt den Kreislauf an, entspannt die Bronchien, hemmt Entzündungen, fördert die Hautdurchblutung (nur äußerliche Anwendung)
  • sicher aufbewahren: Einnahme großer Mengen ist lebensgefährlich
  • für Asthmatiker und bei anderen chronischen Atemwegserkrankungen nicht geeignet
  • nicht geeignet für Schwangere, Stillende und Kinder
  • Anwendungsgebiete: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Muskelverspannungen, Herzbeschwerden, niedriger Blutdruck, Bronchitis, Entzündungen der oberen Atemwege.

Thymian

  • verflüssigt Bronchialschleim und entspannt die Atemmuskulatur, leicht antibiotisch und antiviral
  • nicht bei Asthma und bei Kindern unter 3 Jahren anwenden, Thymianöl immer verdünnt verwenden
  • sehr selten Nebenwirkungen in Form von Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit oder allergischen Reaktionen
  • Anwendungsgebiete: Reizhusten, Husten, Erkältungskrankheiten, entzündliche Erkrankungen der Atemwege, Bronchitis, Akne (äußerliche Anwendung)

Eukalyptus

  • befreit die Atemwege bei Erkältungen, erleichtert den Abfluss von Sekreten, lindert Verspannungen und rheumatische Beschwerden
  • kein Einfluss auf die Länge einer Erkältung nachweisbar
  • ätherische Öle nicht bei Asthma und chronischen Atemwegserkrankungen anwenden
  • Anwendungsgebiet: Erkältungen mit Husten oder Schnupfen, Bronchitis.

Wie kann man sich im Herbst gegen Husten schützen?

Die beste Vorsorge gegen jede Form von Erkältung im Herbst ist, rechtzeitig das Immunsystem zu stärken. Dazu tragen eine gesunde Ernährung mit frischen Lebensmitteln und ausreichende Bewegung bei. Gehen Sie im Oktober daher besonders häufig spazieren. Auch Wechselbäder oder Wechselduschen haben einen stimulierenden Effekt auf die körpereigene Abwehr. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck sollten vorher vorsichtshalber ihren Arzt fragen.