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Erleichterungen in der häuslichen Pflege

Einen Angehörigen zu Hause pflegen bedeutet Verantwortung. Ihm das Leben zu erleichtern, bringt Sie dabei schnell an Ihre eigene Belastungsgrenze.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, gibt es viele zusätzliche Leistungen und Unterstützungsangebote, die Sie beantragen können. Einen Rechtsanspruch auf Unterstützung hat der zu Pflegende durch die Beitragszahlung der Pflegeversicherung in Form von Pflegesachleistungen, Pflegegeld oder Kombinationsleistungen (Kombination aus Pflegesachleistung und Pflegegeld).
Nutzen Sie diese Angebote und schaffen Sie sich immer wieder Freiräume, um neue Energie für die vielen Aufgaben in der häuslichen Pflege zu tanken. So bleiben Sie fit für das Wichtigste: die Pflege Ihres geliebten Familienmitglieds.

Ein Pflegedienst zur Unterstützung

Ambulante Pflegedienste bieten Ihnen Entlastungsangebote und stehen Ihnen unterstützend zur Seite, indem sie die täglichen Aufgaben ganz oder teilweise übernehmen. Sie unterstützen Sie bei der Körperpflege, der Ernährung oder der medizinischen Behandlungspflege. So haben Sie mehr Zeit, um andere Dinge zu erledigen oder sich Auszeiten und Erholung zu gönnen.
Die Kurzzeitpflege bietet sich ebenfalls als Entlastungsangebot an. Dabei kann die zu pflegende Person bei Vorliegen eines Pflegegrades bis zu vier Wochen im Jahr stationär in einem Senioren- oder Pflegeheim versorgt werden. Diese Art der Unterstützung ist praktisch, wenn Sie zum Beispiel in den Urlaub fahren möchten.
Haben Sie Ihren Angehörigen bereits mindestens sechs Monate zu Hause gepflegt, können Sie auch die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen – sofern ein Pflegegrad vorhanden ist. Das bedeutet, dass Sie als pflegender Angehöriger bis zu sechs Wochen Anspruch auf eine Ersatzpflege geltend machen können.

Hilfe durch Betreuungsdienste

Im Rahmen der Grundpflege, die von ambulanten Pflegediensten erbracht wird, ist häufig keine Zeit für zusätzliche Aufgaben und Dienstleistungen. Dafür gibt es sogenannte Betreuungsdienste. Viele dieser Dienste teilen ihr Angebot in zwei Bereiche: die stundenweise Betreuung und die 24-Stunden-Betreuung.
Bei der stundenweisen Betreuung wird der zu pflegende Angehörige über mehrere Stunden – die genaue Stundenanzahl und auch die Anzahl der Tage pro Woche können Sie nach Ihren Bedürfnissen mit dem Dienst absprechen – von einem Betreuungsdienst versorgt. Es werden verschiedenste Aufgaben übernommen, wie z.B. die Unterstützung im Haushalt, bei der Gartenarbeit, beim Einkaufen und als Begleitung bei Ausflügen.
Im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung übernimmt die Betreuungskraft im Haus der zu pflegenden Person die gleichen Aufgaben wie bei der stundenweisen Betreuung. Der Unterschied besteht darin, dass die Betreuungskraft 24 Stunden Bereitschaftsdienst hat und aufgrund dessen bei der zu pflegenden Person mit im Haus wohnt. Voraussetzungen dafür sind unter anderem ein eigenes Zimmer mit Zugang zum Bad.
Die Kosten für die Leistungen eines Betreuungsdienstes werden bei Vorliegen eines Pflegegrades erstattet bzw. bezuschusst.

Pflegekurse

Worauf kommt es bei der häuslichen Pflege an? Was ist zu tun und was müssen Sie beachten? Viele Fragen und Unsicherheiten ergeben sich, wenn Sie die Pflege eines Angehörigen übernehmen. Krankenkassen und ambulante Pflegedienste bieten praktische und informative Pflegekurse an, um Ihnen bei der Bewältigung dieser Fragestellungen und Unsicherheiten zu helfen. Sie beraten und geben Ihnen Tipps, um den Pflegealltag für Sie und den Pflegebedürftigen zu erleichtern. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Eine weitere Anlaufstelle bei Fragen stellen in immer mehr Städten in Deutschland kostenlose und unabhängige Pflegestützpunkte dar. Auch hier erhalten Betroffene Hilfe und Tipps rund um die neue oder bestehende Situation der häuslichen Pflege und bieten Lösungsvorschläge, die genau auf Ihre Situation ausgerichtet sind.

Pflegehilfsmittel zum Schutz vor Keimen

Senioren mit schwachem Immunsystem und speziell pflegebedürftige Personen sind für Krankheiten und Infektionen besonders anfällig. Um sich selbst und den zu Pflegenden vor Viren, Bakterien und Pilzen ausreichend zu schützen, sind daher hohe Hygieneanforderungen zu berücksichtigen. Dafür stehen Ihnen spezielle Hygieneprodukte, auch Pflegehilfsmittel genannt, zur Verfügung. Pflegehilfsmittel sind zum Beispiel Desinfektionsmittel und Schutzbekleidung, wie Einmalhandschuhe und -schürzen, Mundschutz sowie Bettschutzeinlagen.
Wenn die zu pflegende Person einen Pflegegrad hat, haben Sie Anspruch auf eine kostenfreie Versorgung mit Pflegehilfsmitteln (indikationsabhängig, nach SGB XI §40) bis zu einem Betrag von 40 Euro pro Monat. Während der Corona-Krise wurde dieser Betrag auf 60 Euro erhöht.
Angepasst an Ihre spezielle Pflegesituation haben Anbieter wie MEDI-MARKT in Mannheim unterschiedliche, praktische Pflegepakete, die aus verschiedenen Pflegehilfsmitteln zusammengestellt sind. Diese können Sie sich monatlich bequem nach Hause schicken lassen und jederzeit – zum Beispiel bei Änderungen der Pflegesituation – anpassen.

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