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Der SenioHilfe-Check: Die Corona-Warn-App

Die offizielle Corona-Warn-App steht seit Montagnacht nach wochenlangen Ankündigungen im Play Store von Google und im App Store von Apple für Smartphones zum Download bereit. Wie funktioniert die Corona-Warn-App und wie kann man die App nutzen und auf welchen Geräten funktioniert die Corona-Warn-App?

Was spricht für die Nutzung der Corona-Warn-App und was dagegen?

Endlich ist die Corona-Warn-App da. Von vielen hoffnungsvoll erwartet und von vielen misstrauisch beäugt, die Corona-Warn-App steht seit Montag morgen zum Download in den beiden App Stores von Google und Apple bereit und nach ZDF Informationen haben bereits ca. acht Millionen Nutzer die App runtergeladen. 

Dies ist besser als von den Entwicklern erwartet, und die deutschen Zahlen sind damit schon höher als die vor zwei Wochen in Frankreich gestartete App.

Wie funktioniert die Corona-App?

Über den Kurzstreckenfunk Bluetooth misst die App ob sich Nutzer länger als 15 Minuten näher als schätzungsweise zwei Meter gekommen sind.

Sobald ein Nutzer positiv getestet werden sollte und das positive Ergebnis in der Corona-Warn-App teilt, werden die anderen Nutzer die sich in der Nähe dieser Person befunden haben darüber informiert, dass Sie sich in der Nähe eines positiv getesteten Person befunden haben.

Smartphones, die vor 2015 auf den Markt gekommen sind, können die Corona-Warn App nicht nutzen, da die Betriebssysteme dies in der Regel nicht zulassen.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland 90 % der Android Smartphones mit der Corona-Warn-App funktionsfähig. Bei Apple Smartphones ist eine Aktualisierung auf IOS 13.5 notwendig. Ein Update auf die neueste Version für IPhones ist bis zum IPhone SE (1. Generation, 2016) möglich.

Bei Android Smartphones können neue Funktionen über Google Play Dienste auf Smartphones überspielt werden. Ein Systemupdate von Android Smartphones ist somit nicht notwendig.

Was spricht für eine Nutzung und was dagegen?

Die Bundesregierung betont, dass die Nutzung der App nur auf freiwilliger Basis beruht. Weiterhin betont die Bundesregierung, dass es keine positiven Anreize geben darf. Wie zum Beispiel gewisse Erleichterungen bei der Steuer.

Die Corona-App entspricht laut Bundesminister Horst Seehofer den höchsten Ansprüchen des Datenschutzes und erfüllt das Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit“. Man müsse die Corona-Warn-App freiwillig installieren und noch mal zusätzlich freiwillig entscheiden, ob man bei einem positiven Test dies auch der App mitteilt.

Der Nutzen der Corona-Warn-App ist sehr davon abhängig wie viele Personen die App nutzen. Je mehr Nutzer sich anmelden desto höher ist die Wahrscheinlichkeit Infektionsketten nachzuverfolgen und aufzudecken und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Die Eindämmung ist ein Teamspiel betont Gesundheitsminister Jens Spahn.

Es gibt aber auch Kritiker und auch die Möglichkeit der Fehlalarme. Sofern sich ein Infizierter zum Beispiel hinter einer Glaswand befunden hat, wird das Bluetooth dies Erfassen und Alarm auslösen obwohl durch den Kontakt keine Infektionsgefahr ausging.

Weiterhin gibt es vereinzelt von IT Experten Bedenken, dass die Anonymisierung nicht sicher ist. So könnte man zum Beispiel dem Smartphone beibringen, die anonymen Kontakte abzuspeichern und auch noch den Zeitpunkt des Treffens zu erfassen.

Erfolgt dann die Meldung, dass eine Person, mit der man Kontakt hatte, positiv getestet wurde, ist der Kontakt zwar immer noch anonym. Man kennt aber den Zeitpunkt und könnte im Kalender nachschauen wen man zu dieser Zeit getroffen habe.

Insgesamt loben aber IT Experten wie zum Beispiel der Chaos Computer Club laut „ZDFheute“ oder der Experte Patrick Bellmer gegenüber der neuen Presse, die neue Corona-Warn-APP. Sie ersetzt nicht vernünftiges Handeln aber Sie kann dazu beitragen die Pandemie einzudämmen und Infektionsketten schneller aufzudecken.

    Bild von Pixabay

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