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Coronavirus – worauf pflegende Angehörige jetzt achten sollten

Das Thema „Coronavirus“ hält die Gesellschaft weltweit weiterhin im Bann. In vielen Ländern ist das öffentliche Leben eingeschränkt. Die Isolation zu Hause stellt vor allem pflegende Angehörige vor neue Herausforderungen. Diese sollten deshalb wissen, wie sie sich selbst und ihre zu pflegende Person schützen können. Besonnenes Handeln und gewissenhafte Hygienemaßnahmen sind dabei entscheidend.

Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 2,6 Millionen pflegebedürftigen Menschen, die zuhause leben, nicht zu bewältigen. Weitere etwa 800.000 Menschen mit Pflegebedarf leben in einer stationären Einrichtung. Vielerorts fehlen professionelle Pflegende. Die Corona-Krise verschärft die Situation zusätzlich. Die Rolle pflegender Angehöriger für den einzelnen Menschen mit Pflegebedarf sowie für das Gesundheitssystem ist heute wichtiger denn je. Gleichzeitig sind viele pflegende Angehörige selbst über 60 Jahre alt und gesundheitlich vorbelastet. Sie bedürfen ebenfalls besonderem Schutz vor dem Corona-Virus.

Welche Symptome deuten auf eine Erkrankung mit Covid-19 hin?

Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen. Auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost sind möglich. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall.

Deutsche Forscher haben nun bei den frühen Fällen aus dem Kreis Heinsberg festgestellt, dass infizierte Personen zudem ihren Geschmacks- und Geruchssinn verlieren.

Wer zählt zur Risikogruppe?

Aufgrund der Daten, die bislang vorliegen, zählen vor allem Männer über 50 Jahren zur Risikogruppe, was nicht heißen soll, dass sich nicht auch jüngere Männer sowie allgemein Frauen infizieren können.

Zur Risikogruppe gehören zudem Menschen mit Vorerkrankungen, chronischen Grunderkrankungen sowie Immunschwächen (bspw. während einer Chemotherapie). SARS-CoV-2, wie das Coronavirus genau heißt, wird direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege oder auch indirekt über die Hände übertragen, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Wie kann man sich schützen?

Einen Schutz im Sinne einer Impfung gibt es derzeit nicht. Wie bei der Influenza, der eigentlichen Grippe. und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen das Einhalten von Hust- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten von ein bis zwei Metern vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Zusätzlich sollte man auf Händeschütteln verzichten. Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und nicht mit weiteren Menschen zusammenkommen, um die Gefahr einer Ansteckung zu senken. Diese Punkte sollten Sie beachten, vor alle, wenn Sie einen pflegebedürftigen Menschen pflegen:

 

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände (mindestens 30 Sekunden)!
  • Halten Sie Ihre Hände und Finger von Ihrem Gesicht fern!
  • Husten Sie in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge!
  • Schützen Sie Wunden mit einem Pflaster oder Verband!
  • Lüften Sie regelmäßig!
  • Halten Sie den Hygienestandard zu Hause sehr hoch!
  • Waschen Sie Lebensmittel, Geschirr und Wäsche heiß (ab)!

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