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Coronavirus-Infektionen: Risiken und Spätfolgen 

Viele stellen sich derzeit die Frage, welche Risiken und auch die damit möglicherweise einhergehenden Spätfolgen mit einer Corona-Infektion verbunden sind? Wer sollte besonders vorsichtig sein und welche Spätfolgen und Risiken ergeben sich? Wir haben Informationen für Sie zusammengefasst.

Mittlerweile sind in ganz Deutschland Infektionen durch das Coronavirus nachgewiesen. Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19, kann nach heutigem Wissen Symptome ähnlich einer Lungenentzündung auslösen. Zusätzliche Symptome können Schüttelfrost, Übelkeit, Kopfschmerzen und auch Atemnot sein.

Weiterhin können typische Grippesymptome wie Schnupfen und Halskratzen zum Krankheitsbild dazugehören. Zudem wurden bei von SARS-CoV-2 betroffenen Personen aus dem Kreis Heinsberg bei ca. 70 Prozent der Infizierten ein zeitlich begrenzter Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns festgestellt.

Wichtig ist, dass bei einem nicht unwesentlichen Teil der Infizierten keine auffälligen Symptome auftraten und somit jeder vermeintlich Gesunde das Virus in sich tragen kann, ohne dies zu wissen. Somit machen weiterhin Hygiene- und Abstandsregeln Sinn und sollten bewusst durchgeführt und eingehalten werden, obgleich oftmals zu beobachten ist, dass eine gewisse „Corona-Müdigkeit“ eingetreten ist.

Als besonders gefährdet gelten dabei ältere Menschen, bei denen des Öfteren ein schwerer Verlauf zu beobachten ist. Ab 50 scheint die Gefahr eines schweren Verlaufs anzusteigen und besonders bei über 80-Jährigen ist ein schwerer Verlauf am wahrscheinlichsten und die meisten Sterbefälle zu beobachten.

Risikogruppen sind neben den älteren Menschen auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes-Patienten, Menschen mit schweren Grunderkrankungen, Übergewichtige,  Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sowie Menschen, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege leiden, wie etwa COPD und Asthma. Besonders dieser Personenkreis sollte Sicherheitsvorkehrungen wie Abstands- und Hygieneregeln beachten.

Welche Spätfolgen kann eine Infektion mit dem neuen Coronavirus haben?

Selbst eine überstandene Infektion könnte noch weiteres Risiko bergen, da immer mehr Patienten, die den Infekt überwunden haben, über weitere Symptome klagen. Zum Teil treten diese Symptome über Wochen und Monate nach überstandener Erkrankung auf. Zu den beobachtenden Symptomen können Kurzatmigkeit und schnelle Ermüdung gehören. Denn nach einer schweren SARS-CoV2-Erkrankung scheint das Immunsystem nicht mehr wie gewohnt zu arbeiten. Oftmals sind die zur Abwehr von Krankheiten verantwortlichen weißen Blutkörperchen noch wochen- und auch monatelang reduziert.

Wie es scheint, stört das neue Corona-Virus das komplexe System der Immunabwehr und schwächt die zelluläre Immunabwehr. Inzwischen geht man davon aus, dass sich das Coronavirus nicht nur auf die Atemwege beschränkt sondern auch weitere Organe wie Herz, Nieren, Darm und Blutgefäße attackieren kann und wohl auch Nervenzellen angreift. Zudem sorgt eine SARS-CoV-2-Infektion wohl dafür, dass die Blutgerinnung steigt und gleichzeitig die Gefahr von Bildung von Blutgerinnseln, was wiederum die Gefahr für Schlaganfälle und Herzinfarkte ansteigen lässt.

Oftmals ist die Lunge bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 stark betroffen und schädigt das Lungengewebe und vernarbt dieses, Mediziner sprechen dann von einer Lungenfibrose. Die Lunge ist dann weniger leistungsfähig und die Betroffenen leiden unter Atemnot. Jedoch regeneriert die Lunge sehr gut und auch nach einer Lungenentzündung kann die Lunge ihre vorherige Leistungsfähigkeit wieder erlangen.

Nierenschwäche und chronische Herzschwäche können langfristige Schäden sein, die eine Infektion mit SARS-CoV2 hervorruft. So wie es scheint, gibt es Hinweise auf zahlreiche Folgeschäden, aber bislang gibt es nur eher wenige Erkenntnisse, welche Spätfolgen sich auch aus einer leichten Infektion mit SARS-CoV2 ergeben.

Experten raten daher eher dazu, jeden einzelnen Krankheitsfall zu vermeiden. Eine Durchseuchung, die einige für sinnvoll halten, erscheint unter dem Aspekt der möglichen Spätfolgen risikobehaftet.

Um die Immunität einer hohen Anzahl der Bevölkerung sicher zu stellen, ist aller Voraussicht nach ein Impfstoff notwendig und bis dahin sollte die Vermeidung einer Infektion und die Nachverfolgung von Infektionsketten im Vordergrund stehen.

 

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