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Corona – warum reagieren einige gelassen und andere mit Panik?

Derzeit dreht sich fast alles um den Corona-Virus. Das öffentliche Leben ist eingeschränkt und das Gesundheitssystem läuft auf Hochtouren. In den Medien kursieren allerlei Gerüchte, Meldungen und Falschmeldungen. Während die einen sich mit Humor gegen die Welle lehnen, geraten andere in Panik und ziehen sich ängstlich zurück. Doch warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf die Corona-Krise?

Ursachen für Angst liegen in unserer Kindheit

Unsere ersten Lebensjahre, also die früheste Kindheit, ist im Erleben eines Menschen die intensivste Zeit. In ihr entdecken wir alles neu; die Erfahrungen, die wir hier tun, begleiten uns ein Leben lang. Bindungsstörungen in dieser Zeit, z.B. durch Verlust eines Elternteils aufgrund Trennung oder Tod, führen später dazu, dass Kinder generell eher ängstlich werden. Wächst ein Kind hingegen mit glücklichen Eltern auf, führt das in aller Regel zu einer lebensbejahenden Einstellung – auch im Erwachsenenalter.

Was wir als Kinder erfahren haben, prägt also unser Erwachsensein. Daher gehen Menschen so unterschiedlich mit ihren Herausforderungen um. Dies konnte man bspw. in der Zeit nach den Anschlägen am 11. September beobachten – und tritt nun wieder deutlich sichtbar in den Vordergrund. Einige Menschen gehen eben gelassen mit Corona um, für andere ist das aktuelle Szenario beinahe unerträglich.

Realistische Einschätzung der Gefahr

„Angst“ hat eine wichtige Funktion, sie schärft die Sinne und aktiviert die Körperkraft und sorgt damit dafür, dass in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten eingeleitet wird. Nachvollziehbar ist es, dass Menschen, die in die Risikogruppe aufgrund einer starken Immunschwäche oder Vorerkrankungen gehören, sich Sorgen machen und generell vorsichtiger sind bzw. die Ratschläge zur Virusbekämpfung besonders ernst nehmen. Hierbei handelt es sich nicht um die eingangs beschriebene Angst oder gar Panik, die ohnehin keine guten Ratgeber sind, sondern um eine realistische Einschätzung der Gefahr. Eben um diesen Realitätsbezug geht es. So kann man besser mit Herausforderungen umgehen und Schwarzmalerei beiseite lassen.

Wie überwindet der Mensch Angst und Panik?

Wer immer auf Wolke sieben durch das Leben schwebt, stürzt in der realen Welt bereits bei leichten Krisen schnell ab. Doch immer dann, wenn ein Mensch eine Krise in seinem Leben überstanden hat, wird er daraus stärker. Diese Überwindung wirkt quasi wie eine Impfung. Es entwickeln sich physische und psychische Abwehrkräfte, um besser mit alltäglichen Problemen und Krisen umgehen zu können.
Zu der frühkindlichen Konditionierung kommen also diejenigen Erfahrungen hinzu, die wir im weiteren Verlauf unseres Lebens machen. Wer mehr Schicksalsschläge als andere hat verkraften müssen, den bringen unangenehme bis schreckliche Neuigkeiten eher weniger aus der Ruhe.

Unser Rat bei Angst vor Corona: Bleiben Sie ruhig, beachten Sie alle Hinweise und gehen Sie gestärkt aus dieser Krise hervor!

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