Schutz vor gefährlichen Keimen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen unternehmen heute enorme Hygiene-Anstrengungen, um ihre Patienten bzw. Bewohner vor der Übertragung gefährlicher Keime zu schützen. Aber nicht nur während einer stationären Behandlung oder Pflege droht immunschwachen Menschen die Gefahr, durch Bakterien, Viren und Pilze infiziert zu werden. Pflegebedürftige, die daheim versorgt werden, sind genauso anfällig gegenüber Infektionen. Wie können pflegende Angehörige am wirkungsvollsten für die notwendige Hygiene sorgen?

Keimtötende Maßnahmen, wie das heiße Waschen von Kleidung, Bettwäsche und Handtüchern gelten seit jeher als unverzichtbar bei der Krankenpflege. Heute helfen darüber hinaus moderne Hygieneprodukte, die Übertragungs- und Infektionsgefahren, die auch zu Hause lauern, so gering wie möglich zu halten.

Sicherheit und Erleichterung im Pflegealltag

Am häufigsten werden Keime durch den direkten Kontakt über die Hände sowie über verunreinigte Gegenstände wie etwa Türklinken oder Fernbedienungen übertragen. Anders als im Krankenhaus, wo tagtäglich viele Menschen ein- und ausgehen, können Infektionsketten in einem privaten Haushalt mit einem überschaubaren Personenkreis durch eine hygienisch stabile Pflege leicht unterbrochen werden. Wenn Pflegende beim Versorgen von abwehrgeschwächten Angehörigen beispielweise Vinyl- Handschuhe und Einmalschürzen tragen und auch Hände- und Flächendesinfektionsmittel konsequent nutzen, kann die Übertragungsgefahr wirksam gebannt werden.

Wer einen inkontinenten Pflegebedürftigen versorgt, kann sich die Arbeit deutlich erleichtern, wenn er spezielle Krankenunterlagen einsetzt. Sie schützen nicht nur die Liege- und Bettflächen vor Verunreinigungen, sondern unterbinden auch eine schnelle Keimverbreitung. Eine harmlose Erkältung kann für einen geschwächten Menschen schnell eine zusätzliche Belastung werden. Deshalb ist das Anlegen eines Mundschutzes in vielen Pflegesituationen zu Hause ratsam, lässt sich doch so die Keimübertragungen durch Tröpfchen verhindern.

Wo die Gefahr lauert

Vitamin D, auch Sonnenschein-Vitamin genannt, bildet der Körper unter direktem Sonneneinfluss selber. Dafür müssen die UVB-Strahlen großflächig auf die Haut treffen. Die Vitamin D-Bildung ist abhängig vom Breitengrad sowie der Jahres- und Tageszeit. In Deutschland zum Beispiel reicht es im Sommer aus, ein Viertel der Körperoberfläche – je nach Hauttyp – 5 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen. Um auch im restlichen Jahr mit Vitamin D gut versorgt zu sein, kann der Mensch diese organische Verbindung speichern. Dennoch zeigen Studien, dass ein Vitamin D-Mangel immer häufiger vorkommt. Viele Menschen halten sich zu wenig im Freien auf. Auch wirksame Cremes und Lotionen zum Schutz vor Hautkrebs tragen dazu bei. Hinzu kommt, dass die Haut im Alter schlechter UVB-Licht aufnehmen kann. Hat der Arzt einen gravierenden Vitamin D-Mangel festgestellt, können Betroffene auf hochdosierte Präparate zurückgreifen.