Leben mit Arthrose

Gelenkverschleiß, medizinisch als Arthrose bezeichnet, ist eine der typischen Alterserscheinungen. Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen, vor dem 30. Lebensjahr hingegen nur 1,6%. Besonders häufig tritt die Abnutzung an den Knien, der Hüfte, der Wirbelsäule sowie an den Händen auf.

Wie lässt sich Arthrose erkennen?

Bei gesunden Menschen sorgt der Knorpel dafür, dass sich das Gelenk reibungsfrei bewegen kann. Bei Arthrose verringert sich die Knorpelmasse im Gelenk immer mehr. Schließlich reibt Knochen an Knochen, was sehr schmerzhaft sein kann. Doch Gelenkschmerzen allein lassen noch keinen Arthrose-Befund zu. Sie können zwar auf einen Verschleiß hinweisen, aber auch durch entzündliche Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Arthritis verursacht werden. Um Arthrose sicher festzustellen, ist eine klinische Untersuchung notwendig, bei der neben dem Nachweis der charakteristischen Schmerzen bei der Gelenkbewegung auch Röntgenaufnahmen der Gelenke gemacht werden.

Wodurch entsteht eine Arthrose?

Gelenkverletzungen, angeborene und im Laufe des Lebens erworbene Gelenkfehlstellungen, Stoffwechselerkrankungen, eine genetische Veranlagung sowie eine mechanische Gelenküberlastung leisten einer Arthrose Vorschub. Ist der Gelenkknorpel erst einmal geschädigt, zieht dies langfristig auch die Zerstörung der Gelenkschleimhaut, Kapsel, Bändern sowie gelenknahem Knochen nach sich. Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit machen dem an Arthrose erkrankten Menschen fortan das Leben schwer.

Psychiatrischen Zentrum Nordbaden

Im Gerontopsychiatrischen Zentrum am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch werden Patienten mit psychischen Störungen ab dem 65. Lebensjahr behandelt. Das Team unter der Leitung von Chefarzt Jochen Gebhardt und Pflegedienstleiterin Sabine Said legt großen Wert darauf, die Selbständigkeit ihrer Patienten so weit als möglich zu erhalten und zu fördern.

Weitere Informationen unter:
http://www.pzn-wiesloch.de

Veränderte Lebensführung und Physiotherapie

Je nach persönlichen Voraussetzungen kann eine Arthrose im Anfangsstadium durch Verhaltensanpassungen günstig beeinflusst werden. Für manchen empfiehlt sich eine Gewichtsreduktion sowie ausgewogene Ernährung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Aber auch Entlastungstraining sowie die Aufnahme gelenkschonender Sportarten und vor allem Physiotherapie sind geeignet, um den Verlauf einer Arthrose positiv zu beeinflussen. Gerade bei Patienten mit Kniearthrose hat sich gezeigt, dass Muskelaufbau und Kräftigung den Knorpelverschleiß deutlich verlangsamen und die Schmerzen reduzieren.

Schmerz- und Entzündungshemmung

Bei stärkeren Arthroseschmerzen bietet sich eine Behandlung mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten an. Allerdings hilft es nicht, erst dann zur Tablette zu greifen, wenn die Gelenkschmerzen akut auftreten. Die Medikamententherapie muss konsequent nach der Verordnung des Arztes durchgeführt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Einsatz eines künstlichen Gelenks

Ist die Arthrose so weit fortgeschritten, dass der Knorpel vollständig abgebaut ist und eine „Knochenglatze“ vorliegt, kann nur noch das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes die Beweglichkeit wieder herstellen. Derzeit erhalten in Deutschland rund 400.000 Menschen jährlich eine Endoprothese. Die Implantation von künstlichen Gelenken gehört damit zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland.